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Die Vortäge aus Erfurt, Rostock und Bochum stehen unter dem jeweiligen Tagungsprogramm zum Download bereit.

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Nahversorgungsmodelle zur Stärkung instabiler Zentren


Strategien und Konzepte gegen wegbrechende Handels- und Dienstleistungsnutzungen. Eine Studie im Auftrag des Deutschen Seminars für Städtebau und Wirtschaft (DSSW)

Wegbrechende Nahversorgungsangebote in Zentren und Nebenzentren als Folge des zunehmenden Wettbewerbs der Standorte stellen eine zentrale Problematik insbesondere für die verantwortlichen Akteure in Klein- und Mittelstädten und Stadtteilen von Großstädten dar. Problematisch hieran ist nicht allein der Rückgang der Nahversorgungsmöglichkeit für wenig mobile Bevölkerungsgruppen. Mit der Nahversorgung entfällt auch der Frequenzbringer für weitere zentrale Funktionen, wie soziale und kulturelle Nutzungen, Dienstleistungsangebote und andere Handelsbetriebe.

Der drastische Rückgang kleiner Lebensmittelbetriebe durch mangelnde Rentabilität hat strukturelle Ursachen: Phänomene wie Flächenexpansion im Lebensmittel-Einzelhandel, neue Angebotsformen und ein verändertes Konsumentenverhalten stehen einem demographischen Wandel gegenüber, der sich durch einen generellen Rückgang der Bevölkerungszahl und Überalterung der Gesellschaft auszeichnet. Am Ende dieser Negativspirale stehen die Verödung der Ortsteile und eine sich weiter fortsetzende Abwanderung.

Wie kann das Versorgungsangebot und damit ein Stück „Stadt“ für die betroffenen Orte bzw. Stadtteile erhalten bleiben? Diese Frage steht im Zentrum der Untersuchung mit der die Büros Stadt + Handel und raum + prozess vom DSSW beauftragt worden sind.

Die Studie zeigt, dass es für diese Orte vielfältige erfolgreich erprobte Handlungsoptionen für Kommunen und wirtschaftlich tragfähige Geschäftskonzepte für Unternehmer und Gründer gibt. Die Bandbreite dieser alternativen Lösungen bietet Ansätze für unterschiedliche Situationen vor Ort. Die in der Studie formulierten umsetzungsorientierten Handlungsempfehlungen sowie eine Checkliste als Leitlinie zur Auswahl geeigneter Nahversorgungsmodelle geben Kommunen, Initiatoren und Investoren Hinweise zur Sicherung der Nahversorgung und Stärkung der Zentren. Erfolgreiche Fallbeispiele sind in einem Modellkatalog mit den wesentlichen Informationen übersichtlich aufbereitet. Die Ergebnisse der Studie werden auf den drei Fachtagungen in Erfurt, Rostock und Bochum, jeweils mit verschiedenen Themenschwerpunkten, der Fachöffentlichkeit vorgestellt.